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Liebe Besucherinnen und Besucher,

eine eingeschränkte Nutzung des Stadtarchivs ist wieder möglich.

Um die vorgegebenen Abstandsregelungen einzuhalten, müssen sich alle Benutzer vor ihrem Besuch anmelden. Die Plätze im Lesesaal sind begrenzt, daher werden Termine vergeben. Eine Voranmeldung zum Besuch im Lesesaal kann unter owl@lav.nrw.de erfolgen. Sie erhalten eine Bestätigung Ihrer Anmeldung. Ohne Anmeldung kann kein Besuch im Lesesaal stattfinden.

Bitte respektieren Sie bei Ihrem Besuch die Hygienevorschriften

  

Wenn Sie eine inhaltliche Beratung benötigen, melden Sie sich bitte darüber hinaus bei Dr. Bärbel Sunderbrink. [E-Mail]

Vom 14. bis 25. September bleibt das Haus aufgrund von Sanierungsarbeiten geschlossen. 

 

Einen schönen Sommer, bleiben sie gesund!

Ihr Team vom 

Stadtarchiv Detmold

 

 

Stadtarchiv Detmold beteiligt sich an der Internationalen Woche der Archive

Quellennachweis: Stadtarchiv Detmold, D 106 Detmold, Nr. 161.

Archives Week Challenge: Choose a Year and find a document!  - 1820

 

Angestoßen vom Regionalarchiv Cilli (Slowenien) und vom Stadtarchiv Ypern (Belgien) haben Archivarinnen und Archivare aus Italien, Kroatien, Lettland, Australien, Niederlanden, Frankreich, Schweden, Belgien, Deutschland, Estland und Slowenien zweihundert Jahre alte Dokumente ermittelt und in einer gemeinsamen Online-Präsentation zusammengestellt. Dies ist ein gemeinsamer europäischer Beitrag zur Internationalen Woche der Archive vom 8.-14. Juni, der die Vielfältigkeit der Archivlandschaft dokumentiert. Detmold ist mit einem Schreiben von Fürstin Pauline vertreten, das diese Anfang 1820 an den Bürgermeister und die Ratsherren Detmolds versandte.

Fürstin Pauline Christine Wilhelmine zur Lippe (1769-1820) galt als eine bedeutende Reformerin ihrer Zeit. Seit dem Tod ihres Ehemanns 1802 regierte sie das kleine Fürstentum Lippe zwischen Teutoburger Wald und Weser. Fürstin Pauline führte zahlreiche Neuerungen im sozialen Bereich ein und bemühte sich um eine moderne Landesverfassung, mit der die ständische Ordnung aufgebrochen werden sollte.

Mit dem Schreiben an den Bürgermeister und an die Ratsherren der Residenzstadt Detmold genehmigte sie das Aussetzen der anstehenden Ratswahl. Ähnliche Bitten des Stadtrates waren in den Jahren zuvor eingegangen und positiv beantwortet worden. Das Dokument belegt, was für einen großen Einfluss die Regentin auf die politische Teilhabe in der Stadt hatte.

Fürstin Pauline überließ im Sommer 1820 die Regierung ihrem inzwischen volljährigen Sohn und starb Ende Dezember in Detmold.

zum Katalog

Lippische Landeszeitung: „Mancherorts hat es richtig gekracht“

Roland Linde (von links), David Merschjohann, Dr. Bärbel Sunderbrink, Friedrich Brakemeier und Werner Zahn präsentieren das Buch: „50 Jahre neue Stadt Detmold". (© Torben Gocke, LZ)

Die Neugliederung der Detmolder Ortsteile bietet viele Geschichten. Einige davon sind im Buch „50 Jahre neue Stadt Detmold" zusammengefasst. Die Lippische Landeszeitung berichtet was es darin zu lesen gibt. Und warum die Zeit vor 50 Jahren besonders spannend war, verraten die Autoren zur Präsentation des Werkes im kleinen Sitzungssaal des Detmolder Rathauses.

Hier weiterlesen: Lippische Landeszeitung

Rosenland 24/2020 ist erschienen

Nach einigen Monaten der Pause ist nun die Ausgabe 24 der e-Zeitschrift für lippische Geschichte erschienen - die bisher umfangreichste!

Und das sind die Themen:

  • Jürgen Hartmann: Geschmähte Kameraden. Der Erste Weltkrieg, die jüdischen Soldaten und ihr Ringen um die versagte Ehre in Lippe
  • Andreas Ruppert: Der unbekannte Oberst
  • Florian Lueke: Die letzte Schlacht. 1945 und das Kriegsende in Lemgo
  • Thomas Dann: Das Projekt "Judenmöbel" in Lippe. Über den Umgang mit den mobilen Hinterlassenschaften geflüchteter, vertriebener und deportierter jüdischer Lipper in der NS- und Nachkriegszeit
  • Andreas Ruppert: Drei wenig bekannte Stadtansichten von Detmold
  • Florian Lueke: Das Kastanienhaus in Lemgo - die zweitälteste Turnhalle in Lippe
  • Jürgen Hartmann: Letztes Lebenszeichen aus dem Zug nach Auschwitz. Eine Postkarte der Familie Hamlet
  • Sowie einige Rezensionen, darunter die von Dr. Andreas Ruppert über 50 Jahre „neue“ Stadt Detmold. Gegner, Befürworter und Folgen der Kommunalen Neugliederung von 1970

Die Ausgabe steht zum Herunterladen bereit unter www.rosenland-lippe.de

„50 Jahre ,neue’ Stadt Detmold"

Da die Ausstellung im Rathaus aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht zugänglich ist, können Sie hier digital durch die Ausstellung wandern:

Zur digitalen Ausstellung: HIER

Außerdem bieten wir ein Detmold-Puzzle an (nur am Desktop PC)

 

 

50 Jahre Gebietsreform in Lippe

Alle bis zum 17. April 2020 geplanten Veranstaltungen anlässlich des Jubiläums  50 Jahre „neue“ Stadt Detmold  werden abgesagt und sollen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Ein stadtgeschichtlicher Arbeitskreis hat zur Kommunalen Neugliederung ein fassettenreiches Buch über den Verlauf und die Folgen der Reform erarbeitet:

50 Jahre "neue" Stadt Detmold. Gegner, Befürworter und Folgen der Kommunalen Neugliederung von 1970, herausgegeben von Altbürgermeister Friedrich Brakemeier, Historiker David Merschjohann und Stadtarchivarin Bärbel Sunderbrink.

Sie können die Veröffentlichung für 19 € im Buchhandel online erwerben: BUCHHANDEL

Wenden Sie sich gerne an uns:   stadtarchivdetmold.LOESCHE_DIES.de

 

Vorträge jetzt online! 

50 Jahre "neue" Stadt Detmold: Dörfer stellen sich quer. Heiligenkirchen, Berlebeck und die Vision vom Amt Falkenberg

Da die Veranstaltung am 21. März abgesagt werden musste, haben die Referenten Werner Zahn und Dr. Hans-Joachim Keil ihre Vorträge online gestellt.

Den Vortrag von Werner Zahn finden Sie unter  http://www.1000jahreheiligenkirchen.de/html/1970.html

Den Beitrag von Dr. Hans-Joachim Keil finden Sie auf Youtube

50 Jahre „neue" Stadt Detmold. Gegner, Befürworter und Folgen der Kommunalen Neugliederung von 1970

Aus dem Inhalt:

Grußwort • 6
David Merschjohann / Bärbel Sunderbrink: Einführende Bemerkungen • 9
David Merschjohann: Die Kommunale Neugliederung der Stadt Detmold • 21
Bärbel Sunderbrink: Lokale Identität und politische Legitimation der Kommunalen Neugliederung • 49
Werner Zahn: Heiligenkirchen zur Zeit der Kommunalreform • 79
Heinz-Gerd Kaulvers: Zu hohe Hürden für eine Großgemeinde Pivitsheide • 97
Annette Heuwinkel-Otter: Jerxen-Orbke als Flächenreservoir und Geldbringer • 127
Roland Linde: Diestelbruch und sein Feriendorf • 149
Friedrich Brakemeier: Berlebeck am Fuße der Falkenburg • 175
Tim Rieke: Neue Namen für Detmolds Straßen • 189
Hans-Joachim Keil: Die Entwicklung der Detmolder Ortsteile • 209
David Merschjohann / Bärbel Sunderbrink: Zeitzeugen erinnern sich • 231
David Merschjohann / Saskia Reinhardt: Fragebögen zum stadtgeschichtlichen Projekt • 249
Die Stadt und ihre Ortsteile • 255
Autorinnen und Autoren • 266

Aristokratin, Gelehrte, Sozialreformerin, Gläubige – Pauline!

Ein starkes Programm für eine starke Frau – das soll „Pauline 2020“ bieten.
Akteure aus ganz Lippe nehmen den 29. Dezember 2020 – den 200. Todestag von Fürstin Pauline – zum Anlass, das ganze Jahr über in Veranstaltungen dieser, für Lippe so wichtigen Identitätsstifterin zu gedenken und ihr Werk neu in den Fokus zu rücken. Unter der Federführung des Lippischen Heimatbundes und des Landesverbandes Lippe haben sie ihre Veranstaltungen in ein Gesamtprogramm gegossen – und  das Gedenkjahr „Pauline 2020“ eingeläutet.
„Ohne Fürstin Pauline wäre Lippe nicht Lippe, wie wir es heute kennen. Sie hat die Identität unserer
wunderschönen Heimat, die Lipperinnen und Lipper heute tagtäglich und mit viel Herz leben, nachhaltig geprägt“, ist sich Arne Brand, Allg. Vertreter der Verbandsvorsteherin des Landesverbandes Lippe, sicher.

Dr. Albert Hüser, Vorsitzender des Lippischen Heimatbundes ergänzt: „Auch für den lippischen Heimatbund ist Fürstin Pauline eine nicht wegzudenkende historische Persönlichkeit. Sie hat auf humane Weise die Welt, in der wir heute leben, mitgestaltet. Das lippische Fürstenhaus mit herausragenden Persönlichkeiten wie Pauline oder Simon August hat soziale Einrichtungen geschaffen, die auch heute noch in Folgeinstitutionen nachwirken. Auch hierdurch hat Lippe eine einmalige Historie, die identitätsfördernd ist. Das ehemalige Fürstentum, der Landesverband Lippe und der heutige Kreis Lippe bilden – versinnbildlicht durch die lippische Rose – eine historisch gewachsene Einheit, die Geschichte lebendig bleiben lässt.“

Für beide Institutionen – für Landesverband Lippe und Lippischen Heimatbund – war es Ehre und Freude
zugleich, die Federführung für das Gedenkjahr zu übernehmen und die Aktivitäten, die Historiker und
Kunstschaffende, Theologen und Kirchengemeindemitglieder, Theaterleute und Musiker, Vereine und
Ehrenamtliche planen, unter dem Logo „Pauline 2020“ zu bündeln.

Herausgekommen ist ein starkes Programm, das die Kooperationspartner in einem 32 Seiten umfassenden Flyer präsentieren: „Aristokratin, Gelehrte, Sozialreformerin, Gläubige – Paulines facettenreicher Charakter spiegelt sich in der Vielfalt der Veranstaltungen und Aktionen wider, die 2020 in Lippe geboten wird“, betonte Hüser. „Die Fürstin wird aus vielen Perspektiven beleuchtet, ihre Rollen, ihr Schaffen, aber auch die Widersprüche werden gezeigt, diskutiert, vorgespielt und erzählt“, so Brand.

„Der Lippische Heimatbund, der Landesverband Lippe und alle Kooperationspartner würden sich freuen, wenn alle Veranstaltungen zu Paulines Werk und Leben auf große Resonanz stoßen.“ Ein herzlicher Dank geht an die Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt und an die Sparkasse Paderborn-Detmold: „Ohne ihre großzügige finanzielle Unterstützung wären viele Veranstaltungen und Aktionen von ‚Pauline 2020‘, aber auch die Erstellung des Programmflyers und der Webseite, nicht möglich gewesen“, unterstreichen Hüser und Brand.

Ausstellungseröffnung: 50 Jahre „neue“ Stadt Detmold

"Habt Ihr uns schon an Detmold verkauft?" fragten nicht nur die Hiddeser Bürgerinnen und Bürger vor 50 Jahren. Dass es in der Detmolder Stadtgeschichte vor 50 Jahren eine große Zäsur gab, ist vielen heute nicht mehr bewusst. Am 1. Januar 1970 wurde die Kernstadt mit den umliegenden 25 Gemeinden zu der „neuen“ Stadt Detmold zusammengeschlossen. Das war mit Widerständen, leidenschaftlichen Diskussionen, aber auch mit vielen Erwartungen verbunden.

Berlebecks Bürgermeister protestierte: „Wir lassen uns nicht einverleiben“. Und in Pivitsheide verhandelte man mit zahlreichen Nachbarn, um eine eigenständige Großgemeinde zu gründen. Im Stadtarchiv haben nun Experten und Laien gemeinsam die Vorgänge rund um die Kommunale Neugliederung erforscht. Über die reinen Fakten hinaus haben sie interessante Aufschlüsse über die Wahrnehmungen und die Langzeitwirkungen zutage gebracht. Die Ergebnisse werden jetzt in einer Ausstellung präsentiert, die ab dem 14. Februar im Rathaus am Markt zu sehen ist.  

Zur Eröffnung der Ausstellung „50 Jahre ,neue‘ Stadt Detmold“ findet am Freitag, 14. Februar 2020, 15:00 Uhr, Rathaus am Markt ein Geburtstagskaffeetrinken statt. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Rainer Heller gibt es eine Einführung in die Ausstellung  durch Dr. Bärbel Sunderbrink (Stadtarchiv Detmold), David Merschjohann (Universität Paderborn) und Friedrich Brakemeier (Altbürgermeister der Stadt Detmold). Der musikalische Rahmen wird gestaltet durch das Saxophon-Ensemble der Johannes-Brahms-Musikschule unter Leitung von Tobias Hägele.

Die Ausstellung ist bis zum 30. April 2020 im Rathaus am Mark zu sehen. Öffentliche Führungen finden am Donnerstag, 20.2., 19.3. [ABGESAGT] und  23.4. [ABGESAGT], jeweils um 16:00 Uhr statt.

Das Buch zur „neuen“ Stadt Detmold wird am Mittwoch, 11. März, um 19.00 Uhr im Rathaus vorgestellt. David Merschjohann hält dazu den Vortrag „Habt Ihr uns schon an Detmold verkauft?“ Gegner, Befürworter und Folgen der Kommunalen Neugliederung der Stadt Detmold.

Sie können die Veröffentlichung für 19 € im Buchhandel online erwerben: BUCHHANDEL

Ein reichhaltiges Programm rund um das Stadtjubiläum mit weiteren Vorträgen, Fahrrad- und Bustouren und einem Familienfest auf dem Detmolder Marktplatz finden Sie hier: PROGRAMM

Zentrale Gedenkfeier am 27. Januar

In Erinnerung an die Auschwitz-Befreiung 1945 finden auch in diesem Jahr wieder verschiedene Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Detmold statt. Den 27. Januar, den Jahrestag der Befreiung des Vernichtungs- und Konzentrationslagers Auschwitz, hatte der Bundespräsident Roman Herzog 1996 zum "Tag des Gedenkens für die Opfer des Nationalsozialismus" erklärt. Roman Herzog wollte, dass die Erinnerung an die Gräueltaten des Nationalsozialismus nicht endet, sie soll auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen.

In Detmold wird die zentrale Gedenkveranstaltung am 27. Januar in diesem Jahr vom Stadtgymnasium vorbereitet und durchgeführt

Den Flyer mit dem Rahmenprogramm finden Sie hier

"Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“

Sonntag, 2. Februar, 11:30 Uhr in der Filmwelt Detmold

FILMMATINEE 

„Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ (Deutschland 2017)

Einführung: Gudrun Mitschke-Buchholz (Stadtarchiv Detmold) 

Im Juni 1943 wurde die Reichshauptstadt Berlin offiziell und wider besseres Wissen als „judenrein“ erklärt. Denn etwa 7000 Jüdinnen und Juden hatten zu diesem Zeitpunkt und mitten in den stärksten Verhaftungswellen den Weg in den Untergrund gewählt. Der Film „Die Unsichtbaren – wir wollen leben“ von Claus Räfle aus dem Jahr 2017 widmet sich beispielhaft vier dieser Untergetauchten: Es waren junge Leute wie Hanni Lévy, Cioma Schönhaus, Ruth Arndt-Gumpel und Eugen Friede, die ihre Identitäten ablegten, sich fortan in immer wieder andere Unterkünften verstecken mussten und auf abenteuerlichen Wegen den NS-Schergen entkamen. Spielszenen, die auf den Erlebnissen der vier Protagonisten basieren, wechseln mit beeindruckenden Interviews dieser Zeitzeugen. Deren Überleben hing existentiell von ihren Helfern ab, die ihr eigenes und auch das ihrer Angehörigen riskierten, um den Verfolgten und Gejagten zu helfen und ihr Leben zu retten. Beide, die Unsichtbaren und ihre selbstlosen Retter, erfahren durch dieses Doku-Drama eine angemessene, wenn auch späte Würdigung.

Filmwelt Detmold, Lange Straße 74;  Eintritt: 5 €

Veranstalter: Stadt Detmold in Kooperation mit der Filmwelt Detmold

„Zwangssterilisation und ,Euthanasie‘ im Nationalsozialismus und ihre Aufarbeitung in OWL“

Dienstag, 4. Februar, 18.00 Uhr im Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe

VORTRAG UND DISKUSSION  

„Zwangssterilisation und ,Euthanasie‘ im Nationalsozialismus und ihre Aufarbeitung in OWL“

Michael Spehr: Zwangssterilisierung und „Euthanasie“ auf dem Wittekindshof: „Eine Vernichtung, wenn auch unwerten  Lebens, bezeichne ich als ‚Mord‘“

Dr. Uwe Kaminsky: Paternalistische Verschwiegenheit – Bethel, die Zwangssterilisation und NS-„Euthanasie“ 

Magret Hamm: Zwangssterilisierte und „Euthanasie“-Opfer zwischen Stigmatisierung und Ausgrenzung im Nationalsozialismus und in der Bundesrepublik

Michael Spehr ist Archivar der Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen, Dr. Uwe Kaminsky forscht als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum, Magret Hamm ist die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bund der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangsterilisierten, Berlin

Veranstaltungsort: Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe, Vortragsraum, Willi-Hofmann-Straße 2 Veranstalter: Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe und Stadtarchiv Detmold

Goldene Bücher zum Anfassen

Im Rahmen der Ausstellung „Ein Streifzug durch die Goldenen Bücher der Stadt Detmold“, die noch bis zum 31. Januar 2020 im Rathaus zu sehen ist, gab es die Möglichkeit diese Kostbarkeiten Detmolder Willkommenskultur in die Hand zu nehmen.

Nach einer Einführung von Bürgermeister Rainer Heller und Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink wurden im Ausstellungsraum in alten und neuen Goldene Büchern geblättert.

Paul Jödicke, langjähriger Kalligraph und zuständig für die kunstvollen Kopfeinträge in den goldenen Büchern, hielt mit einigen Anekdoten die Erinnerungen wach.

Die Ausstellung wurde als Gemeinschaftsprojekt von Auszubildenden der Stadt Detmold geplant und durchgeführt.

Zum 50. Jubiläum: Historischer Atlas der Detmolder Ortsteile erschienen

In den Grenzen von heute ist die Stadt Detmold seit Anfang des Jahres 50 Jahre alt. Am 1.1.1970 wuchs durch die kommunale Neugliederung die historische Stadt Detmold um 25 umliegende ehemals selbstständige Gemeinden, die heute Ortsteile der Stadt Detmold sind. In den kleinen Gemeinden gab es damals die Befürchtungen, dass die Siedlungsentwicklung in den Ortsteilen beschränkt werden würde und dass das Infrastrukturangebot ausgedünnt werden könnte.

Aus diesem Anlass hat der Regionalwissenschaftler Dr. Hans-Joachim Keil einen Atlas der heutigen Detmolder Ortsteile erstellt. Der Atlas, der auf historischen Quellen und eigenen Recherchen beruht, ist auf CD erschienen. Auf den ca. 200 Seiten mit 150 historischen Karten ist die Zunahme des Häuserbestandes auf der Grundstücksebene in der Kernstadt seit 1880 und in den ehemals selbstständigen Gemeinden seit 1912 abzulesen. Gleichzeitig wird die Entwicklung der Einwohner-, Gebäude- und Wohnungszahlen auf der Ortsteilebene veranschaulicht. Auch die Infrastruktureinrichtungen und einige sozioökonomische Merkmale der Ortsteile werden untersucht.

Dr. Keil stellt den Ortsteilatlas und seine Untersuchungsergebnisse am Montag, den 13. Januar 2020 um 19.30 Uhr im Landesarchiv Detmold, Willi-Hofmann-Str. 2 vor.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe ist frei.

Der Vortrag ist der Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe des "Stadtgeschichtlichen Projektes zur kommunalen Neugliederung", das von Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink und Altbürgermeister Friedrich Brakemeier geleitet wird. Eine diesbezügliche Ausstellung wird am 14. Februar 2020 um 15 Uhr im Rathaus der Stadt Detmold eröffnet.

www.Regionalanalysen.de

Das Detmold-Bildarchiv ist wieder erreichbar

Eine Auswahl von Fotos und Postkarten können Sie digital ansehen. Die Abbildungen können für private oder öffentliche Zwecke mit einer höheren Auflösung zur Verfügung gestellt werden. Urheberrechte sind zu beachten.

Detmold-Bildarchiv

Anschrift

Stadtarchiv Detmold
Willi-Hofmann-Straße 2
32756 Detmold
stadtarchivdetmold.LOESCHE_DIES.de
Empfang: Tel. 05231 / 766-0 

Öffnungszeiten des Lesesaals

Mo 8:00-19:00 Uhr
Di, Mi, Do 8:00-16:00 Uhr
Fr 8:00-13:00 Uhr

Bestellung von Archivalien aus den Magazinen

Mo, Di, Mi, Do
9:00, 10:00, 11:00,
12:00, 13:30, 14:30 Uhr

Fr 9:00, 10:00, 11:00,
11:30 Uhr

Beratung

Beratung nach vorheriger Terminabsprache möglich.   

 

Historisch

783: Der Name Detmold wurde als „Theotmalli“ zum ersten Mal in einem Bericht über eine Schlacht zwischen Franken und Sachsen erwähnt. Es handelt sich dabei allerdings nicht um die heutige Stadt Detmold. Das Detmolder Stadtgebiet wurde erst später besiedelt.

Ab 1194: Bau der Falkenburg als erster Sitz der Edelherren zur Lippe auf dem Territorium ihrer sich allmählich verfestigenden Landesherrschaft. Die Höhenburg im Ortsteil Berlebeck war bis zum Brand Mitte des 15. Jahrhunderts ein Zentrum der herrschaftlichen Macht.

Vermutlich verlieh Edelherr Bernhard III. zur Lippe vor 1265 der Siedlung an seiner an der Oberen Werre gelegenen Burg die Stadtrechte.

1305: Älteste erhaltene Urkunde aus Detmold, ausgestellt von den Bürgermeistern und der Bürgerschaft der Stadt „Detmelle“.

1447: Zerstörung Detmolds in der „Soester Fehde“ durch kölnische Truppen. Wenig später wurde die Burg zur stärksten Festung des Landes ausgebaut.

1528 erfolgte die Erhebung der Edelherren zur Lippe zu Grafen.

1538: Im Zuge der sich ausbreitenden Reformation wurden die lippischen Pfarrer in die Detmolder Kirche geladen, um sie in die Regeln des neuen Bekenntnisses einzuweisen.

1547: Dem großen Stadtbrand fielen etwa 70 Gebäude zum Opfer.

Um 1590 hatte Detmold etwa 700 Einwohner.

Zwischen 1653 und 1661 wurden in Detmold 19 Personen unter Verdacht auf Hexerei zum Tod verurteilt.

1605 führte der Calvinist Graf Simon VI. das reformierte Bekenntnis ein.

1789: Die Grafen zur Lippe wurden vom Kaiser zu Fürsten erhoben.

Um 1835 lebten etwa 4000 Menschen in der Stadt Detmold.

Während der Revolution von 1848 forderten Bürger vor dem Schloss demokratische Rechte.

1875: Kaiser Wilhelm I. weihte das Hermannsdenkmal ein. Es soll an die siegreiche Schlacht der einheimischen Cherusker gegen römische Legionen erinnern. Bereits 1838 war der Grundstein für das Denkmal gelegt worden.

1880: Mit der Eröffnung der Strecke nach Herford erhielt Detmold Anschluss an das Eisenbahnnetz. 1895 wurde die Bahnstrecke nach Altenbeken verlängert.

1917 starben 72 Menschen, zumeist jugendliche Arbeiterinnen, bei einem Explosionsunglück in einer Munitionsfabrik, die Rüstungsgüter für den Ersten Weltkrieg herstellte.

Zwischen der Jahrhundertwende und dem Beginn des Zweiten Weltkriegs verdoppelte sich die Einwohnerzahl der Kernstadt von 12.000 auf fast 23.000.

1938 zerstörten Nationalsozialisten die Synagoge. In der Zeit des NS-Regimes wurden mehr als 160 Menschen aus Detmold aus rassischen, religiösen und politischen Gründen ermordet, viele weitere wurden verfolgt.

Als Anfang April 1945 amerikanische Truppen die Stadt einnahmen, endete für Detmold der Zweite Weltkrieg. Wenige Wochen später folgte die britische Rheinarmee als Besatzungsmacht.

1947: Lippe schloss sich nach erfolgreichen Verhandlungen als dritter Landesteil Nordrhein-Westfalen an. Die Stadt wurde Sitz der Bezirksregierung Detmold.

1966: Eröffnung des LWL-Freilichtmuseums auf dem Gelände des ehemaligen fürstlichen Tiergartens.

1970: Bei der Kommunalen Neugliederung schlossen sich 25 Gemeinden mit der Stadt Detmold zusammen. Die Bevölkerungszahl wuchs von 30.000 auf 63.000 an.

1995: Beginn des Abzugs der britischen NATO-Streitkräfte.

2009: Die Ausstellung „Mythos“ klärte 1000 Jahre nach dem Kampfgeschehen über den historischen Hintergrund der Varusschlacht auf.