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50 Jahre Gebietsreform in Lippe - 50 Jahre „neue“ Stadt Detmold

Da die Ausstellung im Rathaus aufgrund der Corona-Pandemie leider bis auf weiteres nicht öffetnlich zugänglich ist, bieten wir Ihnen hier die Möglichkeit eines digitalen Besuchs der Ausstellung:

Zur digitalen Ausstellung: HIER

 

50 Jahre Gebietsreform in Lippe

  • Die sechziger und siebziger Jahre - ansehen
  • Gebietsreform - Warum? - ansehen
  • Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen - ansehen
  • Neugliederungsphasen - ansehen
  • Neugliederung Landkreis Lemgo - ansehen
  • Neugliederung Landkreis Detmold - ansehen
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50 Jahre „neue“ Stadt Detmold

  • „Stadt ohne Raum“ - Ein ideologischer Kampfbegriff - ansehen
  • Planungseuphorie in Detmold - ansehen
  • Die Stadt Detmold als Mittelzentrum - ansehen
  • Die Vision einer Großgemeinde Falkenberg - ansehen
  • Flächenreservoir für die Stadt - Jerxen-Orbke verliert sein historisches Gesicht - ansehen
  • Zu hohe Hürden für eine Großgemeinde Pivitsheide - ansehen
  • Mit Fremdenverkehr in eine neue Zeit - Diestelbruch und sein Feriendorf - ansehen
  • In Maßen umstritten - Die Detmolder Straßenumbenennungen - ansehen
  • Große Aufgaben für die neue Stadt - ansehen
  • Puzzle (nur am Desktop, nicht mobil erreichbar)

 

 

50 Jahre Gebietsreform in Lippe

Alle bis zum 17. April 2020 geplanten Veranstaltungen anlässlich des Jubiläums  50 Jahre „neue“ Stadt Detmold  werden abgesagt und sollen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Ein stadtgeschichtlicher Arbeitskreis hat zur Kommunalen Neugliederung ein fassettenreiches Buch über den Verlauf und die Folgen der Reform erarbeitet:

50 Jahre "neue" Stadt Detmold. Gegner, Befürworter und Folgen der Kommunalen Neugliederung von 1970, herausgegeben von Altbürgermeister Friedrich Brakemeier, Historiker David Merschjohann und Stadtarchivarin Bärbel Sunderbrink.

Sie können die Veröffentlichung für 19 € im Buchhandel online erwerben: BUCHHANDEL

Wenden Sie sich gerne an uns:   stadtarchivdetmold.LOESCHE_DIES.de

 

Vorträge jetzt online! 

50 Jahre "neue" Stadt Detmold: Dörfer stellen sich quer. Heiligenkirchen, Berlebeck und die Vision vom Amt Falkenberg

Da die Veranstaltung am 21. März abgesagt werden musste, haben die Referenten Werner Zahn und Dr. Hans-Joachim Keil ihre Vorträge online gestellt.

Den Vortrag von Werner Zahn finden Sie unter  http://www.1000jahreheiligenkirchen.de/html/1970.html

Den Beitrag von Dr. Hans-Joachim Keil finden Sie auf Youtube

50 Jahre „neue" Stadt Detmold. Gegner, Befürworter und Folgen der Kommunalen Neugliederung von 1970

Aus dem Inhalt:

Grußwort • 6
David Merschjohann / Bärbel Sunderbrink: Einführende Bemerkungen • 9
David Merschjohann: Die Kommunale Neugliederung der Stadt Detmold • 21
Bärbel Sunderbrink: Lokale Identität und politische Legitimation der Kommunalen Neugliederung • 49
Werner Zahn: Heiligenkirchen zur Zeit der Kommunalreform • 79
Heinz-Gerd Kaulvers: Zu hohe Hürden für eine Großgemeinde Pivitsheide • 97
Annette Heuwinkel-Otter: Jerxen-Orbke als Flächenreservoir und Geldbringer • 127
Roland Linde: Diestelbruch und sein Feriendorf • 149
Friedrich Brakemeier: Berlebeck am Fuße der Falkenburg • 175
Tim Rieke: Neue Namen für Detmolds Straßen • 189
Hans-Joachim Keil: Die Entwicklung der Detmolder Ortsteile • 209
David Merschjohann / Bärbel Sunderbrink: Zeitzeugen erinnern sich • 231
David Merschjohann / Saskia Reinhardt: Fragebögen zum stadtgeschichtlichen Projekt • 249
Die Stadt und ihre Ortsteile • 255
Autorinnen und Autoren • 266

Zum 50. Jubiläum: Historischer Atlas der Detmolder Ortsteile erschienen

In den Grenzen von heute ist die Stadt Detmold seit Anfang des Jahres 50 Jahre alt. Am 1.1.1970 wuchs durch die kommunale Neugliederung die historische Stadt Detmold um 25 umliegende ehemals selbstständige Gemeinden, die heute Ortsteile der Stadt Detmold sind. In den kleinen Gemeinden gab es damals die Befürchtungen, dass die Siedlungsentwicklung in den Ortsteilen beschränkt werden würde und dass das Infrastrukturangebot ausgedünnt werden könnte.

Aus diesem Anlass hat der Regionalwissenschaftler Dr. Hans-Joachim Keil einen Atlas der heutigen Detmolder Ortsteile erstellt. Der Atlas, der auf historischen Quellen und eigenen Recherchen beruht, ist auf CD erschienen. Auf den ca. 200 Seiten mit 150 historischen Karten ist die Zunahme des Häuserbestandes auf der Grundstücksebene in der Kernstadt seit 1880 und in den ehemals selbstständigen Gemeinden seit 1912 abzulesen. Gleichzeitig wird die Entwicklung der Einwohner-, Gebäude- und Wohnungszahlen auf der Ortsteilebene veranschaulicht. Auch die Infrastruktureinrichtungen und einige sozioökonomische Merkmale der Ortsteile werden untersucht.

Dr. Keil stellt den Ortsteilatlas und seine Untersuchungsergebnisse am Montag, den 13. Januar 2020 um 19.30 Uhr im Landesarchiv Detmold, Willi-Hofmann-Str. 2 vor.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe ist frei.

Der Vortrag ist der Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe des "Stadtgeschichtlichen Projektes zur kommunalen Neugliederung", das von Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink und Altbürgermeister Friedrich Brakemeier geleitet wird. Eine diesbezügliche Ausstellung wird am 14. Februar 2020 um 15 Uhr im Rathaus der Stadt Detmold eröffnet.

www.Regionalanalysen.de

„Habt Ihr uns schon an Detmold verkauft?“

Stadtgeschichtliches Projekt: 50 Jahre "neue" Stadt Detmold

Dass es in der Detmolder Stadtgeschichte vor 50 Jahren eine bedeutende Zäsur gab, ist vielen heute nicht mehr bewusst. Am 1. Januar 1970 schlossen sich die Kernstadt Detmold und die umliegenden Gemeinden zu der neuen Stadt Detmold zusammen. Das war durchaus mit Widerständen, aber auch mit vielen Erwartungen verbunden.

Im Stadtarchiv haben Experten und Laien gemeinsam die Vorgänge rund um die Kommunale Neugliederung erforscht. Sie haben über die reinen Fakten hinaus Aufschlüsse über die Wahrnehmungen und die Langzeitwirkungen erhalten.

Im "stadtgeschichtlichen Projekt" geht es um die Vorbedingungen und die Widerstände, die der Neugliederung entgegen gebracht wurden und es wird nach den konkreten Auswirkungen der Reform gefragt. Dabei interessiert z.B., wie neue Infrastruktur in die Ortsteile kam und wie sich das Schulsystem veränderte.

 

Ausstellung im Rathaus der Stadt Detmold

14. Februar bis 30. April 2020 im Rathaus der Stadt Detmold, Marktplatz 5

Ausstellungseröffnung: 14. Februar 2020, 15 Uhr, Rathaus der Stadt Detmold am Markt 5
Grußwort Bürgermeister Rainer Heller, Einführung: Dr. Bärbel Sunderbrink, David Merschjohann, Friedrich Brakemeier

[ABGESAGT] Öffentliche Führungen durch die Ausstellung: Do. 27.2., 19.3., 23.4., jeweils 16 Uhr. Weitere Führungen auf Anfrage.

Informationen
Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink, 05231-766110
Altbürgermeister Friedrich Brakemeier, 05231-59920

 

Vorträge:

13. Januar, 19.30 Uhr, Detmold, Landesarchiv NRW, Willi-Hofmann-Str. 2

Die Entwicklung der Ortsteile in Detmold von 1880 bis 2019
Dr. Hans-Joachim Keil
In Kooperation mit dem Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe

11. März, 19 Uhr, Rathaus Detmold:

"Habt Ihr uns schon an Detmold verkauft?" Gegner, Befürworter und Folgen der kommunalen Neugliederung der Stadt Detmold vor 50 Jahren
David Merschjohann, Moderation. Dr. Bärbel Sunderbrink, Friedrich Brakemeier

[ABGESAGT] 21. März, 15 Uhr, Cultur Café, Am Krugplatz 5

Dörfer stellen sich quer. Heiligenkirchen, Berlebeck und die Vision vom Amt Falkenberg
Werner Zahn und Friedrich Brakemeier

[ABGESAGT] 27. März, 19 Uhr, Gaststätte zum Donoperteich
Westlich von Detmold - oder im Detmolder Westen? Die Großgemeinde Pivitsheide
Gerd Kaulvers

Eintritte sind frei!

 

Fahrradtouren

50 Jahre neue Stadt Detmold 1
Über Heidenoldendorf, Pivitsheide und Jerxen-Orbke nach Hakedahl

1970 wurden im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform die Stadt Detmold (bestehend aus den heutigen Ortsteilen Detmold-Nord und Detmold-Süd) sowie die 25 folgenden kleinen Gemeinden zur neuen Stadt Detmold zusammengeschlossen: Barkhausen, Bentrup, Berlebeck, Brokhausen, Dehlentrup, Hakedahl, Heidenoldendorf, Heiligenkirchen, Hiddesen, Hornoldendorf, Jerxen-Orbke, Leistrup-Meiersfeld, Loßbruch, Mosebeck, Niederschönhagen, Nienhagen, Niewald, Oberschönhagen, Oettern-Bremke, Pivitsheide (Vogtei Heiden), Pivitsheide (Vogtei Lage), Remmighausen, Schönemark, Spork-Eichholz und Vahlhausen.

Einige dieser Orte fahren wir auf unserer heutigen Rundtour an und erzählen von Spargel- und Kartoffeldörfern, von Bauernburgen und alten Ortszentren, von Bahnhöfen, Totenhofsvereinen und natürlich von den kleinen Querelen beim Anschluß an die Stadt Detmold. Gegen Ende der Tour ist eine Einkehr zu Kaffee und Kuchen vorgesehen.

Sonntag, 7.6.2020

Start 12:00 Uhr Rathaus am Markt

Rund 25 Kilometer, steigungsarm, leicht zu fahren

Tourenleiterin: Renate Hoffmann
Tel. 05231-24441
In Zusammenarbeit mit dem ADFC Kreis Lippe

Einzelheiten der Tour erfahren Sie Anfang Juni unter www.adfc-lippe.de
In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Detmold und der Volkshochschule Detmold-Lemgo

 

50 Jahre neue Stadt Detmold 2
Über Hiddesen, Hornoldendorf und Diestelbruch nach Brokhausen

Auf dem etwas hügelig verlaufenden Rundkurs erfahren Sie Interessantes über Luftkurorte und Sommerfrischen, Rittergüter, Bauerschaften und Köttersiedlungen; Sie lernen uralte Kirchen und moderne Dorfgemeinschaften kennen, und natürlich gibt es einige Geschichten aus der Zeit des Zusammenschlusses zur Großgemeinde. Im Verlauf der Tour ist eine Einkehr zu Kaffee und Kuchen vorgesehen.

Sonntag, 21.6.2020

Start 12:00 Uhr Rathaus am Markt

Rund 30 Kilometer, etwas hügelig, leicht bis mittel zu fahren

Tourenleiterin: Renate Hoffmann
Tel. 05231-24441
In Zusammenarbeit mit dem ADFC Kreis Lippe

Einzelheiten der Tour erfahren Sie Anfang Juni unter www.adfc-lippe.de
In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Detmold und der Volkshochschule Detmold-Lemgo

 Informationen zu den Veranstaltungen stehen auch unter www.vhs-detmold-lemgo.de

Am 1. Januar 2020 feiert unsere Stadt ihren 50. Geburtstag!

Sie sind zu Recht erstaunt – erst 50 Jahre? Die „alte“ Stadt Detmold ist natürlich viel älter und urkundlich nachgewiesen bereits seit dem 14. Jahrhundert. Aber in den jetzigen Grenzen mit ihren 25 Ortsteilen besteht die Stadt Detmold erst seit dem 1. Januar 1970 durch das Inkrafttreten des Kommunalen Neuordnungsgesetzes für den ehemaligen Landkreis Detmold.

Die eher unter dem Namen „Gebietsreform“ bekannte Neuordnung bzw. Zusammenlegung der bis dahin eigenständigen 168 Dörfer und Städte in Lippe zu 16 neuen Gemeinden war der größte Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung im 20. Jahrhundert. Zuvor hatten im Landkreis Lemgo 75 und im Landkreis Detmold 93 Gemeinden bestanden. 152 Gemeinderäte mit ehrenamtlich tätigen Ratsmitgliedern wurden aufgelöst und 152 Bürgermeister ihres Amtes enthoben – ein Verlust an ehrenamtlichem Engagement, der oft mit Frust, Enttäuschung und gar Zorn verbunden war.

Im Rahmen von stadthistorischen Projekten ist bereits die Geschichte der Stadt Detmold vom 19. Jahrhundert bis zur Nachkriegszeit in vier Bänden dokumentiert worden. Die Zeit um die Gebietsreform ist aber weiterhin unbearbeitet. Wir befassen uns daher im Rahmen eines neuen stadthistorischen Projektes in Kooperation mit der VHS Detmold-Lemgo seit etwa einem Jahr mit den Geschehnissen um die Gebietsreform. Unterstützt werden wir dabei von David Merschjohann, der zu diesem Thema eine Masterarbeit geschrieben hat und derzeit im selben Bereich eine Dissertation erarbeitet.

Wie bereits gewusst bzw. geahnt, waren die Jahre vor und nach 1970 spannend und teilweise auch sehr turbulent. Viele unserer jetzigen Ortsteile wollten sich nicht von der großen Stadt Detmold „einverleiben bzw. schlucken lassen“. Wir haben aufgrund unserer Recherchen „versteckte Akten wiedergefunden“ und von Zeitzeugen „unglaubliche Geschichten“ erfahren.

Das bisherige Ergebnis des stadtgeschichtlichen Projekts mit einem Ausblick auf die weitere Arbeit wollten wir Ihnen gerne gemeinsam mit unserem Bürgermeister Rainer Heller vorstellen, und zwar am

10. Oktober 2018, 19:00 Uhr im Rathaus, Großer Sitzungssaal.

Gemeinsam wollen wir überlegen, welche Themen uns für das 50. Jubiläum unserer Stadt wichtig sind und was die einzelnen Ortsteile aus historischer Sicht dazu beitragen können.

Und wir suchen weitere Zeitzeugen oder Personen, die „vom Hörensagen“ zu dem Thema etwas beitragen können. Dabei geht es nicht nur um das Geschehen vor dem 1. Januar 1970, sondern gerade auch um die Folgen, um die (Re)aktionen in den neuen Ortsteilen, die den Verlust ihrer kommunalen Selbstverwaltung ertragen mussten. Ihre Erfahrungen wollen wir gerne in einer Publikation zusammenfassen.

In der Anlage finden Sie einen Fragebogen. Wir bitten Sie, sich einige Minuten Zeit zu nehmen, um ihn auszufüllen. Bitte senden Sie ihn uns zurück oder bringen Sie ihn am 10. Oktober mit. Falls Sie mündlich etwas beizutragen haben, können wir vorab gerne zu Ihnen kommen bzw. vereinbaren einen Termin im Stadtarchiv.

Und geben Sie unser Anliegen gerne in Ihrem Freundeskreis oder in Ihrem Verein weiter! Vielen Dank für Ihre Bereitschaft uns zu unterstützen!

Mit freundlichen Grüßen 

Friedrich Brakemeier und Dr. Bärbel Sunderbrink

Anlage: Fragebogen

Stadtgeschichtliches Forschungsprojekt: „Detmold und die Kommunale Neugliederung“

LZ vom 20. Juli 2018

"Als die Dörfer den Aufstand probten" - titelt die Lippische Landeszeitung am 20. Juli 2018 und berichtete über das Geschichtsprojekt: „Detmold und die Kommunale Neugliederung“

Alt-Bürgermeister Friedrich Brakemeier und Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink recherchieren über die Gemeindereform vor knapp 50 Jahren. Die Geburt von „Groß-Detmold“ stieß auf Kritik - so die LZ.

Friedrich Brakemeier und Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink sind auf der Suche nach weiteren Anekdoten, Dokumenten und vor allem nach Bildern aus der Zeit. Wer so etwas besitzt, darf sehr gerne mit Dr. Bärbel Sunderbrink, Tel. (05231) 766110, Kontakt aufnehmen.

Pivitsheide v.H, Pivitsheide v.L. und die Kommunale Neuordnung

DT BA 3558: Pivitsheide V. L.
Tableau der Gaststätte Eichenkrug um 1950

Im März berichtete Hans-Gerd Kaulvers im „Stadtgeschichtlichen Projekt“ von der Situation im Detmolder Westen, als Ende der 1960er Jahre die Kommunale Neuordnung anstand. Wie andere Gemeinden auch, war man dort keineswegs davon angetan, Juniorpartner der Stadt Detmold zu werden. Die Annäherungen von Pivitsheide v.H. und v.L. waren schon weit gediehen – es hatte bereits einen gemeinsamen Betriebsausflug der Gemeindebediensteten gegeben. Doch dann schwenkte Pivitsheide v.H. um. Es gibt Vermutungen, dass dieses auch mit der Aussicht auf Karrierechancen in der größeren Stadt Detmold zusammenhängen könnte. Die Überlegungen, eine eigene Kommune zu bilden, zerschlugen sich aber auch, weil Augustdorf als Garnisonsstandort aus den Planungen ausschied und damit nicht die gesetzlich geforderte Einwohnerzahl zusammen kam.
Am Donnerstag, 11. Mai 2017, wird um 15.30 Uhr die Veranstaltungsreihe zur Kommunalen Neugliederung im Stadtarchiv, Willi-Hofmann-Straße 2, fortgesetzt. Nachdem einige Zeitzeugen berichtet haben, sollen nun auch historische Unterlagen untersucht werden. Der Initiator des Projekts, Altbürgermeister Friedrich Brakemeier, und Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink laden alle Interessierten ins Stadtarchiv/Landesarchiv NRW ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kontakt: Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink, Telefon: 05231-766110
Altbürgermeister Friedrich Brakemeier, Telefon: 05231-59920.

Stadtgeschichtliches Projekt: „Detmold und die Kommunale Neugliederung“

Die Detmolder Stadtgeschichte bietet immer wieder Anknüpfungspunkte für interessante Fragestellungen. Im vergangenen Jahr haben sich das Stadtarchiv und die Volkshochschule in Kooperation mit dem Lippischen Heimatbund die annähernd 50 Jahre zurückliegende Kommunale Neugliederung als neues stadtgeschichtliches Projekt vorgenommen. Ziel ist es, über die reinen Fakten hinaus Aufschlüsse über die Wahrnehmungen und die Langzeitwirkungen zu erhalten. Dazu forschen interessierte Bürgerinnen und Bürger und „Experten“ gemeinsam in den Unterlagen des Stadtarchivs und befragen Zeitzeugen.

Ging es in den vergangenen Sitzungen des „stadtgeschichtlichen Projekts“ um die Vorbedingungen und die Widerstände, die der Neugliederung entgegen gebracht wurden, wird im Folgenden nach den Auswirkungen der Reform gefragt. Dabei interessiert z.B., wie neue Infrastruktur auf die Dörfer kam und wie sich das Schulsystem veränderte. Es wird auch untersucht, was die Ortsteile unternahmen, um den Zusammenhalt der Einwohner vor Ort zu stärken. Zeitzeugen und interessierte Bürgerinnen und Bürger sind bei den Treffen willkommen.

Termine: 12. Oktober, 9, November, 14. Dezember,11. Januar, 8. Februar, 8. März, 12. April, 14. Juni, 12. Juli – jeweils 15.30 Uhr – 17 Uhr
Ort: Stadtarchiv Detmold / Landesarchiv Abt. OWL, Willi-Hofmann-Str. 2
Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink, 05231-766110
Altbürgermeister Friedrich Brakemeier, 05231-59920

„Die Kommunale Neugliederung“ – Ein Zwischenstand

Schon 2016 wurde das stadtgeschichtliche Projekt „Detmold und die Kommunale Neugliederung“ mit einem Vortrag von Prof. Dr. Sabine Mecking eingeläutet. Auf diesen folgten zahlreiche Treffen und Veranstaltungen. Frau Dr. Bärbel Sunderbrink und Altbürgermeister Friedrich Brakemeier führten Interviews und Recherchen durch, um auch vor allem die persönliche Wahrnehmung der Bürger der damaligen Dörfer aufzudecken. Am 10. Oktober 2018 wurde eine Veranstaltung im Rathaus mit Frau Dr. Sunderbrink, Altbürgermeister Friedrich Brakemeier, Bürgermeister Rainer Heller und David Merschjohann ausgeführt, die einen ersten Zwischenbericht lieferten. Die Lippische Landeszeitung betitelte am 12.10.2018 diese Veranstaltung mit „Auf der Suche nach der Detmolder Identität“, welches, so stellte es sich in der Veranstaltung heraus, den Kern der Sache trifft. Selbst heute noch stellt sich die Frage nach der Identität der Detmolder Bürger, denn selbst während der Veranstaltung fiel die Aussage „Ich bin kein Detmolder, sondern Pivitsheider“. Weiterhin wurde noch einmal dazu aufgerufen Bilder, Überlieferungen und alte Geschichten zur Kommunalen Neugliederung an das Stadtarchiv weiterzuleiten.

Kontakt:

Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink                   

baerbel.Sunderbrinklav.nrw.LOESCHE_DIES.de

 

 

 

Anschrift

Stadtarchiv Detmold
Willi-Hofmann-Straße 2
32756 Detmold
stadtarchivdetmold.LOESCHE_DIES.de
Empfang: Tel. 05231 / 766-0 

Öffnungszeiten des Lesesaals

Mo 8:00-19:00 Uhr
Di, Mi, Do 8:00-16:00 Uhr
Fr 8:00-13:00 Uhr

Bestellung von Archivalien aus den Magazinen

Mo, Di, Mi, Do
9:00, 10:00, 11:00,
12:00, 13:30, 14:30 Uhr

Fr 9:00, 10:00, 11:00,
11:30 Uhr

Beratung

Beratung nach vorheriger Terminabsprache möglich.   

 

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